Dienstag, 12. November 2013

Zur Neuerscheinung "SAYU SMILES"

Zur Abwechslung möchte ich euch hier mal eine junge Kollegin vorstellen, die ich sehr schätze und mittlerweile direkt liebgewonnen habe.




Wenn du das Weinen verlernt hast, bist du bereits tot.
(Sayumi Whisp)

Der erste Band der Sayumi Tetralogie
jetzt vergünstigt direkt beim Verlag vorbestellen

Weitere Informationen,
sowie Leseproben, Rezensionen, Bildergalerie und Musik,
gibt es auf Sayumis Website



Hier also ein kleines Interview mit Sadako Sasaki, der Autorin von "SAYU SMILES":


MICHAEL STUHR:
Mit "SAYU SMILES" erscheint Anfang Dezember ja der erste Band deiner Sayumi-Tetralogie. Dazu erstmal meinen herzlichen Glückwunsch.


SADAKO SASAKI:
Vielen Dank, so ganz kann ich das selbst noch nicht wirklich glauben, dass es nun ganz nahe vor der Veröffentlichung steht. Ich glaube ich gehe in Wald und grabe mich ein. ;)


MICHAEL STUHR:
Na, das kenne ich. Vor jeder Veröffentlichung geht es mir genauso, und das ist mit den Jahren auch nicht besser geworden, da kann ich dir keine Hoffnung machen. Sag mal: du hast dir ja ein sehr spezielles Umfeld für deine Geschichte ausgesucht. Japan ist ja für uns Europäer immer noch eine Welt für sich. Wie bist du darauf gekommen, deinen Roman in diesem doch so fremden Kulturkreis spielen zu lassen? Ging es dir da um einen exotischen Hintergrund für die Story, oder hast du eine persönliche Beziehung zu diesem Land?


SADAKO SASAKI:
Also entgegen der Annahme Vieler, bin ich in Deutschland geboren und habe keine japanischen Vorfahren. Die Faszination für andere Länder habe ich schon immer gehabt, doch ich weiß gar nicht wie es angefangen hat, aber die – ja ich glaube man kann es wirklich so nennen – Liebe zu Japan existiert für mich schon seit langem. Anders als der Großteil der „Japanfans“ - diese Bezeichnung sollte ja schon für sich selbst sprechen – habe ich relativ wenig mit Manga oder Anime zu tun, sondern die Kultur, die Medien abseits des Gezeichneten und die Menschen selbst sind es, die mich faszinieren.
Wie es dann dazu kam, dass Sayumi einen Bezug zu Japan hat? Es war im Ursprung ja eigentlich gar nicht so gedacht. Meine Hauptfigur hieß „Alma“ und der Text war eine inoffizielle Vorgeschichte zur Computerspielreihe F.E.A.R.
Als ich aber anfing das japanische Idol „Michishige Sayumi“ zu bewundern, und ich damit begann mir ihre Fotobücher zu kaufen, war ich fasziniert von der Art und Weise, wie dort mit Ästhetik umgegangen wird.
Eine junge Frau, ja vielleicht noch ein Mädchen, zeigt die Vielseitigkeit der menschlichen Ausdrucksstärke. Schönheit, Eleganz, Naivität. Ich hatte das Gefühl in diesem japanischen Mädchen alles zu sehen, was das Leben zu bieten hat und so entstand schon mal die Figur.
Dass die Handlung sich irgendwann auch parallel nach Japan verlagert und in einem zukünftigen Band sogar zu einem Großteil dort spielen wird, entwickelte sich in der Geschichte selbst.
Vielleicht ist dies der Aspekt der von mir selbst am ehesten auf die Figur übertragen wurde. - Das Gefühl in der falschen Heimat zu sein. Sich zu einem Land hingezogen fühlen, ohne es selbst jemals gesehen zu haben.
Vielleicht kennt manch einer ja dieses Gefühl. Und ich möchte in Sayumis Abenteuern Japan von einer Seite zeigen, die sich nicht auf Klischees versteift. Japan ist ein Land, so vielseitig wie jedes andere auch und es graut mir immer wieder, wie leichtfertig die Menschen diese Vielseitigkeit untergraben und vergessen dass es mehr gibt als „Mandelaugen, Sushi und Liebeskissen“


MICHAEL STUHR:
Und die eigentliche Inspiration kam aus Musik und Film, hab ich mal irgendwo gelesen.


SADAKO SASAKI:
Ja das ist richtig. Es ist mir schon fast unangenehm zu sagen, dass ich kaum etwas lese.
Meine Inspiration kommt in der Tat aus der Musik, teilweise aus dem Film oder aber auch aus Computerspielen.
Ich höre viel Musik und lege mich da auch nicht auf ein Genre fest. Vom Blackmetal zum Gothic, zur Klassik, zu 80ger 70ger geht es über den Deutschrock bis zum Jpop.
Während ich Musik höre, versuche ich mir filmische Bilder dazu vorzustellen. Was würde man in dieser Szene sehen? Was würde die Stimmung eines Songs gut unterstreichen – oder eben umgekehrt.
Einige Kapitel aus Sayu Smiles sind wirklich 1:1 Kopien von Songs – also stimmungstechnisch.
Ich habe das auf und ab verschiedener Kompositionen genutzt, um meine Kapitel und Figuren zu zeichnen.


MICHAEL STUHR:
Ganz schön tapfer, so gegen den Mainstream zu schreiben, und bestimmt auch mit viel Glück verbunden, dann auch noch einen Verlag zu finden, der sich auf das Wagnis einer Veröffentlichung einlässt.


SADAKO SASAKI:
Ich glaube, ich bin als Autor keine leichte Person für einen Verlag. Ich glaube an das was ich geschrieben habe, doch hatte ich nie große Hoffnung einen Publikumsverlag zu erreichen.
Ich habe es natürlich versucht, aber ich glaube jeder Neu/Jungautor kennt dieses Problem.
Ich bin meinem Verlag sehr dankbar. Auch das er so viel Geduld mit mir hat und sich auf meine persönlichen Wünsche einlässt. Natürlich kann die ganze Sache auch nach hinten losgehen, aber ich denke, wenn man selbst nicht ein wenig hoffnungsvoll an sich und seine Texte glaubt, kann man es ganz sein lassen.
Zu guter Letzt sei dazu erwähnt, für mich war es von Anfang an klar, dass ich einen Verlag für Sayumi möchte und ich hätte so lange gesucht, bis ich einen gefunden hätte.


MICHAEL STUHR:
Ich habe gehört, dass "SAYU SMILES" als eBook und auch als Printausgabe herauskommt. Gibt es da Unterschiede?


SADAKO SASAKI:
Das mit dem Print und dem Ebook ist so eine Sache und da hatten wir in den letzten Tagen auch einiges an hitzigem Email-Verkehr.
Ich war gänzlich unglücklich mit dem Ebook. Die Formatierung gefiel mir an vielen Stellen einfach gar nicht, und einige Aspekte aus dem gedruckten Werk werden auch niemals durchgängig im Ebook enthalten sein – was allerdings technisch begründet ist. Zum Beispiel haben wir eine schöne Formatierung für jeden Kapitelanfang. Diese wird es so in der Form im Ebook nicht geben.
Zeitungsartikel im gedruckten Buch sind natürlich ganz fix formatiert um sich hervorzuheben und um eine gewisse Sterilität auszustrahlen. Auch dieser Aspekt kommt auch nur vermindert im Ebook vor.
Dann, gibt es noch etwas, worauf ich besonders Stolz bin, im gedruckten Buch: Es gibt Passagen die sind handschriftlich verfasst. Okay nein, ich habe sie nun nicht selbst geschrieben – das wäre problematisch gewesen, da man sie als Grafiken hätte einfügen müssen und das hätte extreme Probleme mit den Ebooks gemacht.
Aber es Passagen von einer amerikanischen Künstlerin die wir extra für Sayu Smiles eingekauft haben und Kapitel, in denen Sayumi in ein Tagebuch, auf einen Block oder einfach einen Brief schreibt, sind in dieser Schrift dargestellt.

Wir haben es nun so hinbekommen, dass einige Benutzer von E-Readern zumindest eine prozentuale Chance haben diese Handschrift zu sehen.
Auf Ipads wird sie dargestellt werden, einige Ebook apps für Blackberry und Android zeigen sie auch. Kindle E-Reader zeigen grundsätzlich keine eingebetteten Schriften an. Nur als Nutzer vom Kindle Fire kann man die Chance haben.
Also das Ebook sieht gut aus ja, allerdings empfehle ich jedem der findet das ein Buch einfach mehr als nur eine Geschichte ist – abgesehen vom Gefühl, echtes Papier unter den Fingern zu spüren – das gedruckte Buch.


MICHAEL STUHR:
Bislang ist es ja so, dass du dich möglichst bedeckt hältst, was deine Person angeht. Was wird passieren, wenn die ersten Lesungen anstehen? Wirst du dann den Schritt in die Öffentlichkeit wagen?


SADAKO SASAKI:
Haha, ja wie recht du doch hast.
Ich glaube, auch das werde ich weiter durchziehen.
Vielleicht ist einigen schon aufgefallen, dass mein Autorenname – Sadako – nur sehr klein auf dem Cover zu sehen ist.
Ich möchte mich hinter meine Geschichte und meine Hauptfigur stellen.
Und sollte es mal dazu kommen, dass ich ernsthaft eine Lesung angeboten bekomme. Ja vielleicht mache ich das sogar, doch meinen realen Namen, sollt ihr trotzdem nicht erfahren ;)
Sadako hat das Buch geschrieben und niemand sonst.


MICHAEL STUHR:
Dann bin ich ja mal gespannt, wie deine kleine Antiheldin von den LeserInnen empfangen wird. Auf jeden Fall ist es ja ein Text, wie man ihn nur selten zu lesen bekommt.


SADAKO SASAKI:
Ich bin auch total gespannt. Ich hoffe einfach, dass die Menschen sie lieben lernen. Ihre Vielseitigkeit sehen und erkennen, dass ein Kind niemals wirklich „NORMAL“ sein kann.
Das Schlimmste wäre, glaube ich, für mich, wenn jemand sagt, ich kann Sayumi nicht leiden. Oder, ich kaufe dem Mädchen das Verhalten und seine Gedanken nicht ab. Das wäre wirklich das Schlimmste für mich.


MICHAEL STUHR:
Und wie kommt man ran, an den Roman? Gib uns doch mal ein paar Links.


SADAKO SASAKI:
Och da habe ich selbst auch schon geschaut wo es schon gelistet ist.
Also wenn es erschienen ist, sollte es über jede Buchhandlung zu bekommen sein. Das Buch ist im VLB gelistet und somit lasst euch von eurem Buchhändler nichts erzählen.
Bis zum 30.11.2013 ist das Buch noch zum vergünstigen Vorbestellerpreis zu bekommen und ich kann euch sagen, es lohnt sich. Es gibt einiges an kleinen Überraschungen.
Ordern könnt ihr es direkt über den Verlag:
Auch bei lehmanns.de ist es vergünstigt zu bekommen:
Bei Amazon ist das Buch natürlich auch bereits gelistet und wird ab dem Releasedatum dort als ebook und Print zu bekommen sein:
http://www.amazon.de/Sayu-Smiles-Sadako/dp/3943138623

Mein Verleger teilte mir auch mit, dass Sayu Smiles auch bei Kobobooks erhältlich sein wird und ich habe das Buch auch schon in einem österreichischen Büchershop gesehen, dessen Namen mir aber gerade leider nicht einfällt.
Ich denke auch andere Seiten und Anbieter werden das Buch ab dem Release mit ins eigene Programm nehmen.


MICHAEL STUHR:
Dann bedanke ich mich und wünsche dir und deiner kleinen Antiheldin viel Erfolg. - Arigato, Sadako-san.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Warum "trotzdem" Qindie?

Warum die "Spiegelbest-Affaire" gut in mein Konzept passt.



Wen mein Konzept nicht interessiert, der kann sich ja auf die letzten vier Absätze beschränken. Die sind tagesaktuell.

Vorausschicken möchte ich, dass ich hier ausschließlich meine eigene Meinung vertrete. Innerhalb des Qindie-Korrektivs bin ich nur eine Stimme von vielen. Meine Zielsetzung ist klar definiert, von eigenem Interesse geprägt und lässt sich mit einem einzigen Wort umschreiben: Es geht mir um die SICHTBARKEIT meiner Werke.



Als Selfpublisher, der auch gelesen werden will, ist man immer darauf angewiesen, dass der Titel eine gewisse Präsenz auf dem Markt hat. Der potentielle Leser muss die Chance haben "zufällig" auf ein Buch von mir zu stoßen, das ihn interessiert, was bei einem Zigtausender-Ranking aber kaum gelingen wird. So bleibt das Buch letztlich unentdeckt, ungekauft und ungelesen.

Öffentlichkeit muss hergestellt werden, und eine ständige Erreichbarkeit muss gegeben sein! Heute macht man das mit Homepages, Blogs und Produktseiten. Schön, wenn man das alles hat, aber am Problem hat sich nicht wirklich was geändert. Die Kernfrage lautet nun, wie meine Webpräsenz entdeckt werden kann. Wünschen würde ich mir eine Suchmaschine, die bei der Eingabe von "gutes buch" direkt Treffer für "Michael Stuhr" anzeigt, aber das wird wohl ein Traum bleiben. Jetzt habe ich also nicht nur etliche Bücher, sondern auch noch einige tolle Webpräsenzen, die niemand finden kann.

Werbung kann hier ein Ausweg sein. Mein persönlicher Vorteil ist, dass ich aus der Branche komme, und wer mich schon kennt, der wird zwangsläufig bemerkt haben, dass ich meine Titel und Präsenzen permanent auf verschiedenen Plattformen sichtbar halte. Dabei hilft mir ein locker gestricktes Netzwerk von KollegInnen, die ich meinerseits ebenso unterstütze. Natürlich gibt es auch AutorInnen, die solch eine Zusammenarbeit mit mir nicht wünschen, aber das stellt sich ja sehr schnell heraus. Wer nicht möchte, dass meine LeserInnen auf seine Titel aufmerksam gemacht werden, der empfiehlt mich halt nicht weiter, und die Sache hat sich.

Damit wäre schon mal eine Teillösung herbeigeführt. Ein kleiner Pool von Autoren, die die Werke aller Beteiligten für die Leser sichtbar - also auffindbar, kaufbar, lesbar - halten, ist ja keine schlechte Sache. Noch bieten wir aber alle unsere Ware auf einem riesigen Marktplatz an, auf dem Texte wirklich aller Qualitätsstufen zu finden sind. Darauf will ich hier gar nicht weiter eingehen, aber jeder, der in der Branche aktiv ist, hat bestimmt schon mal ein paar eBooks angelesen, die er aus den verschiedensten Gründen nicht so toll fand.

Da ich nicht nur Autor, sondern auch Leser bin, habe ich mich mehr als einmal über unausgereifte Texte geärgert, die in den Shops ernsthaft zum Kauf angeboten werden. Als Autor ärgert es mich umso mehr, weil meine sauber lektorierten Titel auf den ersten Blick nicht von Veröffenlichungen zu unterscheiden sind, die bestenfalls den Ansprüchen an ein Rohmanuskript genügen. Die AutorInnen, die einen gewissen Qualitätsanspruch an sich selbst haben, werden das nachfühlen können.

Ein weiterer Schritt war es für mich, mit offenen Karten zu spielen. Zumindest auf neobooks ist es möglich, die Leseproben auf 30% zu setzen. Somit haben potentielle LeserInnen die Möglichkeit, sich mit meiner Schreibe vertraut zu machen. Wer dann immer noch nicht weiß, ob das Buch ihm gefällt, tja, dem kann ich dann auch nicht mehr helfen.

Das Problem für den potentiellen Leser besteht aber nach wie vor: Es gibt ein ermüdend großes Angebot, und die Gefahr, dass die Suche verärgert beendet wird ist groß. Da wäre es doch praktisch, wenn es auf dem Markt einen abgeteilten Bereich gäbe, in dem nur Ware gehandelt werden kann, die die üblichen Qualitätsstandards erfüllt.

An dieser Stelle wurde Qindie für mich interessant, also entschloss ich mich, meine Werke dort anzubieten, wo sie hingehören: In einem Pool ordentlich lektorierter Bücher, der das Enttäuschungslevel der Interessenten möglichst niedrig hält. Das Qindie-Portfolio ist mittlerweile beachtlich, und wer innerhalb seines Interessengebiets in den Titeln stöbert, wird dort auf Texte stoßen, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind gut lesbar und - und da schließt sich der Kreis - sie sind SICHTBAR!

Selbstverständlich gibt es viele Spitzentexte auf dem eBook-Markt, die sich aber den Platz mit nicht so gelungenen Werken teilen müssen. Ebenso gibt es bei Qindie Texte, die mir nicht so gut gefallen, weil sie halt nicht für mich geschrieben sind. Eines gibt es jedoch nicht: Es gibt keine schlechten Texte im Qindie Sortiment (Ich habe jedenfalls noch keinen gefunden). Das ist der Grund, der mich bewogen hat, dort Mitglied zu werden, und das Schönste ist: Jeden Monat kommen etliche neue Autoren mit ihren Büchern dazu. Der Pool wird also immer größer, und mit jedem neuen Titel wird die Auffindbarkeit meiner Bücher weiter verbessert.

Zur "Spiegelbest-Diskussion"

Einziger Aufreger in dem knappen halben Jahr meiner Mitgliedschaft war für mich die aktuelle Diskussion über Buchpiraterie unter Einbeziehung eines Insiders der Szene. http://www.qindie.de/was-hat-ein-buchpirat-den-autoren-zu-sagen-kolumne/ Da kam mir dann mein westfälisches Naturell zugute, das mich vor übereilten Handlungen schützt. Zwar ist der Beitrag des umstrittenen Referenten in meinen Augen nicht sonderlich zielführend, aber die daraus resultierende Diskussion hat zumindest die Problematik ein wenig besser ausgeleuchtet. Möglicherweise ergibt sich daraus ja mal was Positives. Die Abschaffung des gewerblichen eBook-Diebstahls wird es wohl nicht sein, aber wer weiß ...

Ansonsten ist der gewerbliche Datendiebstahl inklusive illegaler Weiterverbreitung der Inhalte nicht mein größtes Problem. Die wirklich Betroffenen spielen allesamt in einer anderen Liga, da die Nutzer illegaler Buchdownloads eher auf Bestsellerfang aus sind. Da darf ich mich in aller Bescheidenheit als nicht so sehr betroffen einstufen. Zwar habe ich einen schönen Kreis von LeserInnen, aber zu den Spitzenplätzen in den Top-Rankings ist es noch ein ziemlich weiter Weg. Sollten meine Werke auf solch illegalen Plattformen angeboten werden, sind sie also auch dort kaum auffindbar, da sich kaum ein Interessent die Mühe machen wird, zig-tausende Titel zu sichten.

Damit hier kein Missverständnis entsteht: Auch wenn es mich nicht in vollem Umfang betrifft, bin ich absolut gegen die sogenannte Buchpiraterie. Eine Lösung des Problems ist für mich zwar nicht in Sicht, aber dass nach Lösungen gesucht wird ist absolut okay. Je mehr Autoren und Verleger sich Gedanken darüber machen, umso besser ist es. Zudem fördert die aktuelle Diskussion auch wieder die Sichtbarkeit von Qindie - und somit meiner Titel - und darauf kommt es mir ja bekanntlich an. Da bedauere ich es doch fast, dass der umstrittene Gastschreiber, der sich selbst als "Troll der Trolle" sieht, und für den "Flaming" erst den richtigen Eventcharakter in eine Diskussion bringt, wohl bald das Interesse verlieren wird, sich mit so einer relativ gesittet auftretenden Truppe abzugeben.

Was den Nutzeffekt der Diskussion zur Sache angeht, sieht die Bilanz zurzeit doch eher mau aus. Der revolutionärste Vorschlag sieht vor, einen Pool zu bilden, in den die Leser einen Pauschalbetrag einzahlen. Dieser Topf soll dann unter den Autoren verteilt werden, und zwar anhand von den LeserInnen zu verteilender Sternchen. - So wie bei den Rezensionen etwa, wo sich echte Begeisterung ebenso in Besternungen niederschlägt, wie gekaufte oder erbettelte Bewertungen. - Was für eine Idee! Ich finde eigentlich, dass das Gebalge um die Rezensionssternchen schon reicht, und wenn es dann erst um Geld geht ... schaue ich mir das Drama natürlich auch an - mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand.

Mit einem herzlichen Gruß an alle KollegInnen

Micha

www.michaelstuhr.de

www.thriller-fantasy-leseprobe.de

Freitag, 11. Oktober 2013

Wie alles begann ...

Schreibers Wahn
 
Einst wollt ein Schreiber Lyrik machen
er wollte, dass die Menschen lachen
und lieben, und an Schönes denken
er wollt sie hin zum Guten lenken


doch sperrten sich die Worte sehr
wohl passten sie so ungefähr
doch niemals passten sie so richtig
und gerade das war doch so wichtig


der Schreiber feilte daran rum
er schrieb sich gar die Finger krumm
beschnitt den Text um manches Stück
gab dann dem Satz den Sinn zurück


er wollt der Welt doch so viel geben
die Quintessenz, den Sinn, das Leben
er tauschte Silben und auch Verben
das Epos durfte ihm nicht sterben


und so entfloss ihm Reim um Reim
wie zäher, transparenter Schleim
ganz ohne Formen und Kontur
was dachte sich der Arme nur?


Nach Tagen eifrigen Bemühens
ließ endlich nach die Kraft des Glühens
ernüchtert sah der Schreiber an
was er in seinem Wahn getan


vernichtete das Werk sofort
und sprach das unvergessne Wort:


Jetzt mach ich Prosa! Basta!

 Und was es da so gibt, ist in www.thriller-fantasy-leseprobe.de zu finden. 

Samstag, 5. Oktober 2013

"Die Hornisse"


 Als kleines Sonntagsgeschenk: Eine komplette Story aus dem Kurzgeschichtenband

"DIE NACHT DER ENGELSTRÄNEN"


DIE HORNISSE
 
Hätte ich nicht meine Krawattennadel verloren, wäre alles nicht passiert!
Eigentlich hätte ich zufrieden sein können. Endlich war die Zeit der finanziellen Misere vorbei. Der Job war zwar nicht optimal gelaufen, aber immerhin hatte ich ungestört das Lösegeld kassieren können.
  Eigentlich ist es Unsinn, die Schuld auf die Krawattennadel zu schieben. Das Blag war schuld! Hätte der blöde Bengel sich nicht irgendwie aus den Fesseln gewunden und sich die Pflasterstücke von den Augen gezogen, könnte er heute noch leben.
  Er hatte mein Gesicht gesehen.
  Aber das war noch nicht einmal das Schlimmste. Er hatte sich in dem Lagerraum umgesehen, in den ich ihn gesperrt hatte. Überall waren Kartons gestapelt, auf denen meine komplette Firmenadresse stand. Auch das wäre noch zu ertragen gewesen, weil der Knirps mit drei Jahren noch nicht lesen konnte; aber er hatte auch die Ware gesehen.
  Ich handele mit Designertelefonen, die kein Aas kaufen will. Überall standen Apparate in den unterschiedlichsten Formen und Farben herum. Wenn der Bengel zu Hause ausplauderte, was der fremde Onkel für viele, tolle Klingelings hatte, konnte ich mir ausrechnen, was geschehen würde.
  Als ich mit dem Geldkoffer in der Hand ins Lager kam und das Licht anmachte, saß der Bengel ohne Fesseln auf seiner Matratze und glotzte mich mit zusammengekniffenen Augen an. Es war mir sofort klar, dass er genug gesehen hatte, um mich ans Messer zu liefern. Dabei hatte ich ihn gerade in meinen Wagen packen und irgendwo aussetzen wollen. Pech!
Ich habe das Bürschen dann wieder gefesselt und verpflastert. Diesmal gab's auch einen breiten Streifen Leukoplast über den Mund. Dann habe ich eine Decke in den Kofferraum meines Wagens gepackt und den Kleinen dort eingesperrt.
  Glauben Sie nur nicht, dass ich mir die Entscheidung leicht gemacht habe. Ich habe wirklich eine volle Stunde lang überlegt, wie ich den Bengel am humansten von der Welt schaffe. Ich hätte ihn ja auch erwürgen können oder mit einem Kissen ersticken. Aber das ist alles sehr unangenehm. Das wollte ich ihm einfach nicht zumuten.
  Also habe ich mir die Arbeit gemacht, ihn zu erschießen. Arbeit deswegen, weil es ziemlich viel Dreck macht. Es spritzt! - Sie wissen schon was ich meine, nicht wahr?
  Zum Glück gibt es bei uns in der Nähe ein Naturschutzgebiet. Ich kenne dort eine Ecke in die kaum jemand kommt. Dort habe ich dann meine .22er rausgeholt, die ich mit zweihundert Schuss Munition mal von einem Kumpel gekauft habe. Damit habe ich dem Bengel das Lebenslicht ausgepustet. Er hat garantiert nichts davon gemerkt.
  Etwas schwieriger war schon das Eingraben. Ich hatte mir selbst zur Auflage gemacht, das Loch wegen der Füchse wenigstens anderthalb Meter tief zu graben. Keine leichte Sache, wenn man nur einen Klappspaten hat. Schließlich war es dann so weit. Ganz vorsichtig hatte ich die Leiche hineingleiten lassen, obwohl das ja gar nicht nötig gewesen wäre. Aber ich bin nun mal recht feinfühlig, da kann man nichts machen.
  Als ich das Loch wieder zugeschaufelt hatte, war von dem Grab so gut wie nichts mehr zu sehen. Jetzt erst bemerkte ich, dass ich einige Blutspritzer auf meiner linken Hand hatte. Sie ließen sich aber ganz leicht abwischen. Dann zog ich den erdbehafteten Overall aus, den ich bei dieser Aktion getragen hatte, und warf ihn auf der Heimfahrt in einen Autobahn-Mülleimer. Einzig die Schuhe bedurften einer gründlichen Reinigung, was aber auch kein Problem darstellte.
  Die nächsten Tage verbrachte ich damit, das Lösegeld auf eventuelle Manipulationen hin zu untersuchen. Es schien damit aber alles in Ordnung zu sein. Ich hatte mir sogar eine UV-Leuchte und verschiedene Chemikalien beschafft, stellte aber bei keiner Banknote eine Reaktion fest. Offenbar hatten meine Partner sich an die Anweisung gehalten, nur saubere Scheine zu liefern. Ob Sie es glauben oder nicht, es tat mir direkt Leid, dass ich den Kleinen nicht hatte zurückgeben können.
  Vorsichtig, wie ich bin, hatte ich mir dann einige Hunderter genommen und war in die übernächste Großstadt gefahren. Dort hatte ich in den großen Kaufhäusern lauter kleine Teile eingekauft. Das Wechselgeld, das ich nun für meine Hunderter erhielt, war absolut sauber. So machte ich am ersten Tag viertausendsechshundert Euro Reingewinn. Clever, nicht?
  Am Abend merkte ich dann, dass meine Krawattennadel fehlte.
In der ganzen Aufregung hatte ich mich ein wenig vernachlässigt. Ich bin sonst sehr ordentlich und sauber, das können Sie mir glauben. So gehe ich zum Beispiel nie ohne Krawatte aus. Und zur Krawatte gehört immer eine passende Krawattennadel! Ich habe vierzehn Stück davon, die alle auf einem kleinen Samtkissen in meinem Schlafraum stecken. Allerdings nicht in Reih und Glied. Sonst wäre mir das Fehlen der einen, speziellen, bestimmt eher aufgefallen.
Die folgenden zwei Tage waren die Hölle! Immer wieder durchsuchte ich alle Ecken und Winkel, in die die Nadel hätte rutschen können. Kein Möbelstück blieb an seinem Platz, kein Kleidungsstück, das ich nicht mehrmals durchsucht hätte. Ohne Erfolg. Die Nadel war und blieb verschwunden. Auch im Fahrzeug und in der Firma war nichts zu entdecken. Als ich endlich sogar den Beutel des Staubsaugers erfolglos untersucht hatte, wurde mein erster spontaner Verdacht zur Gewissheit. Die Nadel lag wahrscheinlich im Grab des Bengels, draußen im Naturschutzgebiet.
  "Na, und?“, werden Sie denken. "Es gibt Millionen Krawattennadeln. So ein Ding ist kein Beweis!" Da muss ich Ihnen Recht geben. Allerdings nur im Allgemeinen. Mein spezieller Fall sah da schon etwas anders aus. Es handelte sich nämlich um ein ganz besonderes Exemplar.    
  Einer meiner Lieferanten hatte zu Weihnachten letzten Jahres Krawattennadeln in Form eines winzigen Telefons an die Händler verschenkt. Und als besondere Aufmerksamkeit trug jede davon die Initialen des Beschenkten! Alles klar?
  Ich jedenfalls wusste, was ich zu tun hatte. Nun bin ich, wie bereits erwähnt, ein recht sensibler Mensch. Horrorfilme und solchen Kram mag ich überhaupt nicht. Spätestens wenn die Helden sich zwecks Exhumierung um Mitternacht um ein Grab versammeln, schalte ich um oder schaue woanders hin.
  Jetzt stand mir also dasselbe bevor, nur dass es an der richtigen Besetzung mangelte. Normalerweise gehören zu so einer Aktion ja wenigstens drei Leute: Ein Professor der Medizin, ein Kommissar und ein Geistlicher. Dazu kommen dann noch zwei Totengräber, die die Drecksarbeit machen. Ich dagegen musste aus begreiflichen Gründen auf jede Unterstützung verzichten.
  Der Gedanke, die Leiche auszugraben, war mir zutiefst zuwider. Nahezu verzweifelt durchsuchte ich nochmals Wohnung, Firma und Fahrzeug. Aber die Nadel tauchte nicht wieder auf. Dann musste es eben sein!
  Zehn Tage, nachdem ich mit dem Jungen dort gewesen war, fuhr ich wieder zum Naturschutzgebiet hinaus. Als Geschäftsmann kann ich mir meine Arbeitszeit ja einigermaßen einteilen, also wählte ich den Dienstagmorgen. Früh um sieben war ich mit Klappspaten und Gummihandschuhen ausgerüstet bei dem Grab. Wie ich es mir gedacht hatte, war es unberührt und weit und breit war keine Menschenseele zu sehen.
  Kurz spielte ich mit dem Gedanken, Nadel Nadel sein zu lassen und meiner Wege zu gehen. Andererseits stand zuviel auf dem Spiel. Sollten die Füchse die Leiche doch noch wittern und ausgraben, hätte ich verdammt schlechte Karten, das wusste ich genau. Also musste ich die Nadel aus dem Grab holen, oder mich wenigstens vergewissern, dass sie auch dort nicht war. Ich hoffte sehr, dass ich sie schnell fand, vielleicht sogar in den oberen Erdschichten. Ich hatte absolut keine Lust, den Bengel wiederzusehen, schon gar nicht nach zehn Tagen. Ich habe in meinem Wochenendhaus mal vergessen, ein Hähnchen einzufrieren. Es war Sommer. Als ich nach sechs Tagen wieder dorthin kam ... Mir dreht sich heute noch der Magen um!
Ein Summen im nahen Gebüsch lenkte mich kurz ab. Ein großes Insekt schien dort herumzuschwirren. Es war aber nicht zu erkennen.
  Ich räumte das Gestrüpp, das ich zur Tarnung über das Grab gelegt hatte, zur Seite und fing an zu graben. Die Arbeit ging gut voran. Das Wetter war trocken gewesen, und die Erde war leicht. Ich versuchte, mich auf die Erdbrocken auf dem Spaten zu konzentrieren, vielleicht entband mich ja ein verräterisches Glitzern von der weiteren Arbeit, da kam wieder dieses Summen aus den Büschen neben mir. Aus den Augenwinkeln sah ich gerade noch, wie eine außerordentlich große Hornisse im dichten Blätterwerk verschwand.
  Eilig grub ich weiter. Ich bin kein großer Insektenfreund, und wenn die Biester auch noch stechen, hört für mich der Spaß endgültig auf. Nach einigen Minuten spürte ich, wie der Boden unter meinen Spatenstichen zu federn begann. Jetzt senkte ich das Werkzeug vorsichtiger und flacher in das lockere Erdreich.
  Immer wieder schaute ich auf. Die Hornisse wollte einfach nicht verschwinden. Jetzt stand sie knapp außerhalb meiner Reichweite summend in der Luft und schien mich zu beobachten. Ich habe mal gehört, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten können. Langsam wurde ich nervös. Überall im Gebüsch hörte ich es jetzt brummen. Das musste ein ganzer Schwarm sein, der hier irgendwo sein Nest hatte. Ärgerlich warf ich einen Spaten voll Erde nach dem Biest. Es sollte endlich verschwinden. Geschickt wich das Tier aus.
  Plötzlich knackte es unter meinen Füßen und die Erde gab nach. Mit einem leisen Aufschrei sah ich, wie sich die Erde vor meinen Füßen zu heben begann. Der Oberkörper des Jungen bohrte sich wankend durch die Oberfläche. Heute weiß ich, dass ich vermutlich sein Becken mit meinem Gewicht in eine Mulde gedrückt hatte, aber damals glaubte ich doch tatsächlich, der Bengel wolle aufstehen und nach mir greifen. Scheußlich sah er aus, ungelogen! Augen und Mund noch von Pflastern bedeckt, wirkte er wie ein unfertiger, ungeborener Mensch; wie ein halb verwester, erdiger Embryo, der mich mit seinen verklebten Augen vorwurfsvoll anstarrte.
Ich schäme mich nicht, zu gestehen, dass mir bei diesem Anblick das Herz in die Hose rutschte. Mein empfindliches Gemüt macht mich nicht gerade geeignet für solche Aktionen. Genau in diesem Moment spürte ich einen Stich im Nacken, der sofort in einen brennenden Schmerz überging. Einen so rasenden Schmerz, wie ich ihn vorher nicht für möglich gehalten hätte. Sofort war meine linke Halsseite wie gelähmt.
  Die Hornisse! Das Mistvieh hatte mich gestochen! Mit einem Aufschrei sprang ich aus dem Grab heraus und die Leiche des Jungen sank wieder zurück in den krümeligen Boden.
  Wieder ein Stich! Diesmal in die Hand, die ich schützend in das Genick gelegt hatte. Drei Stiche können einen Menschen töten! Überall um mich her summte und brummte es. Der Schmerz machte mich halb blind. Ich ließ Grab Grab und Nadel Nadel sein und rannte! Rannte mit tränenden Augen und schmerzverzerrtem Gesicht zu meinem Wagen, hinter mir das schreckliche Summen der Hornissen. Keuchend schlug ich die Autotür hinter mir zu. Ich war gerettet! - Meinte ich.
  Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die Stiche zu kühlen und mir Sorgen wegen des offenen Grabes zu machen.
  In der Nacht machte ich mich wieder auf den Weg. Mein Hals und meine Hand taten immer noch teuflisch weh, aber ich musste das Grab wieder ordentlich verschließen.
  Ohne suchen zu müssen, fand ich die Stelle auch in der Dunkelheit sofort wieder. Das Licht des vollen Mondes half mir dabei, und als ich mich auf dem Weg vom Wagen zum Grab kurz orientierte, zog eine einzelne Sternschnuppe ihre einsame Bahn am Himmel. Hatte mal jemand gesagt, das seien die Seelen der Kinder, die zu früh gestorben sind? Ich wusste es nicht. Ehrlich gesagt war ich ziemlich verwirrt und konnte kaum noch einen klaren Gedanken fassen.
Am Grab war alles noch so, wie ich es verlassen hatte. Einige Meter von dem Loch entfernt lag der Spaten noch genauso da, wie ich ihn fortgeworfen hatte. Tief in der Erde wurde das, durch die Pflaster seltsam glatt wirkende, Gesicht des Jungen vom kalten Mondlicht beschienen.
Hastig nahm ich den Spaten auf und begann, wieder Erde auf den kleinen Körper zu schaufeln. Mir war jede Lust vergangen, mich weiter mit dem Grab und der Leiche zu beschäftigen. Sie wissen ja, ich bin für so etwas nicht wirklich gut geeignet.
  Gut die halbe Arbeit war getan, als ich plötzlich aufmerkte. Da war ein Geräusch in den Büschen: - Ein dumpfes Brummen, so als würden sich tausende von Hornissen zu einem Angriff sammeln. Aber das war unmöglich. Hornissen fliegen nicht in der Nacht.
  Vor Anstrengung keuchend wuchtete ich einen Spaten voll Erde nach dem anderen in das Loch, als ich undeutlich die Silhouette einer Riesenwespe vor meinem Gesicht schweben sah. Voller Panik schlug ich mit der Hand danach, verfehlte sie aber. Ein kurzes Krabbeln unter meinem rechten Auge und ein Stich, wie von einer glühenden Nadel schleuderten mich förmlich fort von dem Grab. Überall auf meinem Körper fühlte ich nun Insektenbeine. Zwanzig, dreißig Stiche mussten es jetzt schon sein.
  Drei Stiche können einen Menschen töten? Ich weiß es besser! Hunderte von Stichen habe ich ertragen müssen, auf dem Weg zum Wagen, und jetzt sind es schon Tausende. Die Viecher gehen einfach nicht mehr weg von mir.
  Ich weiß es jetzt! Sie sind nicht echt! Es gibt keine Hornissen, die nachts fliegen. Es gibt auch keine Hornissen, die ein fahrendes Auto verfolgen und durch die geschlossenen Scheiben kommen. Es gibt ganz bestimmt auch keine Hornissen, die zu hunderten aus Wänden wachsen und über Menschen herfallen. Sie sind nicht echt, aber ihre Stiche sind es! - Nein, auch die nicht. Es fehlt das Gift! Wären diese Viecher wirklich giftig, wäre ich seit über zwei Tagen tot. Ich soll nur die Stiche spüren und die Schmerzen erleiden. Das ist es, was mir bestimmt ist: Leiden ohne Hoffnung. Schmerzen ohne Ende!
  Ich habe einen Entschluss gefasst: Es ist mir egal, ob das Grab jemals entdeckt wird. Ich werde mich selbst töten! Seit ich diese Entscheidung gefällt habe, lassen sie mich in Ruhe. Nur eine von ihnen schwebt mitten im Raum und beobachtet, wie ich hier mein Geständnis niederschreibe. Nur wenn ich versuche, sie hereinzulegen, wird sie die anderen wieder holen.
Ist es nicht lustig? Eben habe ich die Waffe aus ihrem Versteck geholt, gereinigt, geölt und neu geladen. Ich möchte keinesfalls, dass das gute Stück aus irgendeinem Grund versagt. Dabei habe ich etwas bemerkt, was mir vorher nie aufgefallen war: Es ist wirklich ein Witz. Raten Sie doch mal, was auf der Munitionsschachtel steht. Mit was für einer Kugel ich den Jungen erschossen habe? Was für ein Projektil es sein wird, das mein Gehirn in tausend Stücke reißt? Ich hoffe, dass ich den letzten Akt nicht auch noch versaue, weil ich immer wieder Lachanfälle bekomme. Die Bezeichnung der Patronen ist: .22lfb HORNET! Witzig, nicht?

 
Und die nächste Story? Die gibt es unter:


und bei allen anderen Buchshops im Internet.

"DIE NACHT DER ENGELSTRÄNEN", subtiler Horror für den Nachttisch.

Freitag, 20. September 2013

Prolog "Das Geschenk"

Liebe(r) LeserIn,

vermutlich Bist du hier, weil du mysteriöse Stories magst, und da ist dieses Buch, das ich zusammen mit Christiane Weller geschrieben habe, vielleicht das Richtige für dich.

Hier also der Anfang von "Das Geschenk", dem ersten Teil der "silent sea"-Trilogie.

 

 

 

PROLOG


Wie immer wusste er, dass es ein Traum war, aber schon das erste Bild erzeugte eine solche Panik in ihm, dass er verzweifelt versuchte, aufzuwachen.
Es würde nicht gelingen. Es konnte nicht gelingen, weil es nie gelang. Die Bilder würden an ihm vorbeirasen, wie ein Schnellzug in voller Fahrt, und es war sinnlos, erwachen zu wollen, bevor der letzte Waggon vorbeigerauscht war.
Er war den Bildern völlig ausgeliefert. Er kannte sie alle, aber das machte es nicht besser. Er wusste, wie der Traum zu Ende gehen würde. Er kannte das letzte Bild, das er fürchtete, wie nichts sonst auf der Welt: Das Bild, auf dem er sich in Adrianos Griff wand und zurückschaute in den sonnendurchfluteten Garten, wo sich die Strahlen der Sonne vieltausendfach in der leicht gekräuselten Wasserfläche des Pools brachen.

Es begann wie immer ganz friedlich: Er schwamm allein im Pool. Obwohl er erst fünf Jahre alt war, war er ein ausgezeichneter Schwimmer und durfte schon lange allein ins Wasser. Eigentlich war das immer schon so gewesen. Er konnte sich jedenfalls nicht erinnern, dass seine Eltern ihm je das Schwimmen verboten hätten – außer in Gesellschaft natürlich.
Waren Fremde in der Nähe, durfte er nicht ins Wasser. Seine Eltern hatten ihm erklärt, dass er so gut schwamm, dass die Fremden neidisch und ärgerlich werden könnten, wenn sie ihn im Wasser sahen, aber auch da gab es Ausnahmen. Es gab nämlich einerseits die Fremden, vor denen man nicht angeben durfte, und dann gab es da auch noch die Menschen vom Alten Bund. Mit deren Kindern durfte man im Wasser spielen, und das machte dann auch richtig Spaß.
Was die Fremden so unter Schwimmen verstanden, war für den Jungen sowieso uninteressant. Das war kaum mehr als ein müdes Geplansche, und sie waren auch viel zu schnell erschöpft. Die vom Alten Bund dagegen waren stark und es machte Spaß, sich mit ihnen im Wettkampf zu messen.
In seinem Traum war das Wetter immer schön, und unter all seiner Panik spürte er den Frieden des Augenblicks, das Salzwasser des Pools, die Sonne auf der Haut, die Ruhe ringsum.
Die bis zum Boden reichenden Terrassenfenster waren geöffnet, und leise Musik drang aus dem Haus. Es war ein Augenblick ungetrübten Glücks, ein unvergesslicher Moment, besonders hervorgehoben durch die Katastrophe, die gleich unausweichlich folgen musste.
Mit kraftvollen Bewegungen durchschnitt er das Wasser wie ein Delfin, tauchte ab, umrundete das Becken unter Wasser, und als er auftauchte, war sie da.
Er hatte es vorher gewusst, dass dieses kleine Mädchen am Beckenrand stehen würde, aber er erschreckte sich trotzdem jedes Mal. Sie hatte ihn beobachtet, als er getaucht war und das durfte eigentlich nicht sein. Hoffentlich hatte sie nicht bemerkt, dass er viel zu lange unter Wasser geblieben war. So lange, wie sie selbst es niemals auch nur ansatzweise schaffen würde.
Hatte sie es bemerkt? Es schien nicht so. Sie stand nur am Beckenrand und sah ihn mit tränenfeuchtem Gesicht an. Sie hatte irgendeinen Kummer. Er kannte das Mädchen vom Sehen. Der schwarze Haarschopf, die gebräunte Haut und das winzige, orangerote Bikinihöschen waren unverkennbar. Es war die Tochter der Nachbarn, die er hin und wieder aus dem Fenster seines Zimmers im ersten Stock gesehen hatte. Sie hatte in etwa sein Alter, aber sie hatten noch nie ein Wort miteinander gesprochen.
Betont langsam schwamm er auf die Leiter zu, aber trotzdem bildete sich vor seiner Brust eine Welle, die sich teilte und als hoch aufgewölbtes Dreieck aus Wasser und Lichtreflexen den ganzen Pool durchzog. Das Mädchen bemerkte es nicht. Die Kleine war ganz in ihrem Kummer gefangen und starrte mit leeren Augen über die Wasserfläche.
Der Erwachsene in ihm wollte ihr zurufen, dass sie weggehen sollte, ihm nicht zu nahe kommen, sich in Sicherheit bringen; aber er musste hilflos zusehen, wie der Junge in seinem Traum den Griff der Leiter erfasste und sich aus dem Wasser zog.
Das Mädchen sprach nicht. Das tat es nie, aber trotzdem wusste er, warum es hergekommen war: Der neue Hund der Kleinen war plötzlich gestorben und es waren nur die Dienstboten im Haus. Mürrische, ungeduldige Leute die sich weder für den Welpen noch für das Kind interessierten. Ihre Eltern waren unterwegs und sie hatte dort keinen Trost finden können, darum war sie über die Mauer geklettert, hin zu dem Nachbarjungen, den sie hier entdeckt hatte.
Unschlüssig stand der Junge am Rand des Pools und sah das Mädchen an. Er war so erzogen worden, sich nicht zu sehr mit Fremden einzulassen, und dieses hübsche, kleine Mädchen war ganz ohne Zweifel eine Fremde, das konnte er sofort erkennen. Aber sie war doch ungefährlich, so klein, wie sie war. Sie musste ungefährlich sein, denn sie war vor der Gleichgültigkeit im eigenen Haus in seinen Garten geflohen, um seinen Trost und seinen Schutz zu suchen. Und sie war sehr traurig. Stand einfach nur da und sah ihn mit ihren großen, dunklen Augen an, die immer noch in Tränen schwammen.
Der Junge spürte, wie allein und hilflos sie war. Sie wollte sich bloß bei einem menschlichen Wesen ausweinen. Sie suchte seine Nähe und sein Mitgefühl, und auf einmal war alles ganz einfach: Mit einem raschen Blick zum Haus vergewisserte er sich, dass niemand sie beobachtete, machte einen Schritt auf sie zu und legte ihr einen Arm um die Schultern.
Die Kleine atmete mit zitternden Lippen ein und legte scheu ihren Kopf an seinen Brustkorb. Sie war wirklich klein. Ihr Kopf reichte ihm gerade mal bis zum Kinn.
Er spürte ihr tränenfeuchtes Gesicht auf seiner Haut und wie ihr schmaler Körper unter kleinen Schluchzern vibrierte. Er zog sie ein wenig dichter an sich heran, weil sie ihm unendlich Leid tat, wie sie sich so an ihn lehnte und leise weinte. Irgendetwas in ihm gab nach und wurde plötzlich ganz weich. In einer schützenden Geste legte er auch noch den anderen Arm um sie und hielt sie fest.
Jetzt kam der Traum zu der Stelle, wo der Geist des Jungen den Körper kurz verließ. Er erhob sich ein Stück weit über die Szene und sah die beiden Kinder eng umschlungen auf dem Rasen an der Kante des Pools stehen. Für einen Moment war das hier der Mittelpunkt der Welt. Eine Oase der Ruhe, des Trostes und der unschuldigen Zuneigung. Kurz schwebte er über dem friedlichen Bild und sank wieder in den Körper des Jungen zurück.
Etwas hatte sich verändert.
Das tröstende Gefühl, das er ihr hatte geben wollen, war weit in den Hintergrund getreten und er spürte, dass die innige Berührung ihm selbst genauso gut tat wie ihr.
Er gab nicht nur, er konnte auch nehmen. Diesem völlig unerwarteten Überfluss an Wohlgefühl konnte er nicht widerstehen. Es war so, als würde er ein Geschenk erhalten, als würde das Mädchen ihm ihre ganze Kraft und Energie schenken, und er begann zu nehmen. Er spürte, wie ihre nackte, sonnenwarme Haut mit seiner zu verschmelzen schien. Er spürte wie die Energie, die sie ihm gab, in seinen Körper überströmte. Eigentlich hatte er sie nur trösten wollen, und jetzt das! War das die Belohnung dafür, wenn man sich gütig zeigte, und warum gab es dann das Verbot, sich mit Fremden abzugeben? Es war so ein gutes, übermächtiges Gefühl. Was konnte daran schlecht sein?
Er wollte mehr davon. Seine Arme umschlangen das Mädchen fester. Es gab nach und es war, als würde der Fluss der Energie zu einem gewaltigen Strom anschwellen. Er schloss die Augen. Machtvoll und unaufhaltsam ergoss sich dieses neue, unglaubliche Gefühl in seinen Körper, und er wollte mehr davon, immer mehr. Um nichts in der Welt wollte er dieses Mädchen je wieder loslassen.
Langsam ebbte der gewaltige Strom ab, wurde zu einem Fluss, einem Bach, einem Rinnsal, aber es war immer noch erregend und schön.
Er verstand es nicht, als er plötzlich Hände auf seinen Schultern spürte, die versuchten, ihn gewaltsam von dem Mädchen zu trennen. Er wehrte sich und hielt weiter fest. Er wollte auch noch den letzten Tropfen aus dieser wunderbaren Quelle genießen. Er spürte, wie etwas in seinen Armen zerbrach. Es fühlte sich an, als habe er ein dürres Bündel Holz zu stark an sich gepresst. Er öffnete die Augen und ließ los. Das Mädchen glitt zu Boden. Eine kräftige Hand schloss sich um seinen Oberarm und riss ihn von der Kleinen fort, bevor er sie noch einmal hatte ansehen können.
Es war sein Cousin Adriano, und er ging alles andere als sanft mit ihm um. Schnell und gewaltsam wurde er zum Haus geschleift, so sehr er sich auch wehrte, aber auf der Schwelle zum Salon gelang es ihm doch, sich noch einmal kurz umzudrehen.
Seine Mutter hatte sich auf den Rasen gekniet und die Hände vor das Gesicht gelegt, während sein Vater sich auf ein Knie herabgelassen hatte und fassungslos auf das aschgraue Bündel starrte, das zwischen ihm und seiner Frau lag.
Was konnte das sein, und wo war nur das Mädchen geblieben? Es war fort, und da war nur dieses kleine, dürre Etwas auf dem Rasen, das eine entfernte Ähnlichkeit mit einer menschlichen Gestalt hatte.
Der Vater sah zum Haus herüber. Rasch stand er auf und versuchte das, was da auf dem Rasen lag, vor dem Blick des Jungen zu verbergen, aber der hatte schon genug gesehen. Es war der völlig ausgedörrt wirkende Körper des kleinen Mädchens, der in seiner grotesk verrenkten Stellung wie eine zerbrochene Mumie wirkte. Das orangerote Bikinihöschen spannte sich immer noch um die grau und faltig gewordenen Hüften. Es leuchtete in der Sonne und sandte ihm ein letztes, höhnisches Signal der Lebensfreude und der Unbeschwertheit hinterher; aber das Letzte, was er mit seinem kurzen Blick wahrnahm, war der kleine, graugesichtige Schädel, um den herum ganze Büschel ausgefallener, schwarzer Haare lagen. Das Gesicht war nach oben gewandt, und es war die Maske des Todes, die da mit blicklosen Augen in den makellos blauen Himmel starrte.

Keuchend wachte er auf.
Früher war er oft schreiend aus seinem Bett hochgefahren, wenn der Traum ihn wieder mal ereilt hatte. aber mittlerweile war er älter und hatte sich fast an den Schrecken gewöhnt. Trotzdem raste sein Herz wie wahnsinnig und er merkte, dass seine Hand zitterte, als er das Deckbett zur Seite schlug und aufstand. Die grünen Leuchtziffern auf dem Wecker zeigten drei Uhr an.
Einige Minuten stand er am offenen Fenster und sah über die Küstenstraße auf das Meer hinaus. Weit draußen konnte er einige Lichter erkennen. Dort, weit vor Port Grimaud, lagen die wirklich großen Yachten auf Reede, die im Hafen niemals Platz gefunden hätten. Wie immer waren auch einige dabei, die Mitgliedern des Alten Bundes gehörten.
Die Unruhe in ihm hatte sich noch nicht gelegt. Er wandte sich vom Fenster ab und zog sich an, um das Hotel zu verlassen. Er musste hinab zum Strand. Nur das Meer konnte die alte Schuld von ihm abwaschen. – Für eine Weile wenigstens.



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Wie auch immer: Viel Lesespaß wünscht - Michael Stuhr

Mittwoch, 18. September 2013

Konfetti


tausend bunte fetzen schweben
wie ein eingefrorner wirbel
vor dem spiegel meiner seele
wenn ich dir von mir erzähle

völlig zerissen, so schillernd und bunt
schweben sie glitzernd und täuschen den blick
würd sie dir so gern als ganzes mal zeigen 
doch ein klares und einfaches bild von mir
krieg ich wohl niemals mehr wieder zurück

tausend bunte fetzen dreh'n sich
lautlos wechseln licht und schatten
schweben schon seit ewigkeiten
zeigen helle, dunkle seiten

völlig zerissen und nicht mehr zu flicken
treiben sie schillernd im scheinwerferlicht
würd' dir mein wahres ich so gerne zeigen 
doch nichts passt zusammen, die risse, sie bleiben
solang', bis der spiegel einmal zerbricht

tausend bunte fetzen schweben
wie ein eingefrorner wirbel
vor dem spiegel meiner seele
wenn ich dir von mir erzähle ...

Ein Internetministerium?

Da höre ich heute im Radio so ganz nebenbei, dass es eine Unterschriftenaktion einer Gruppe gegeben hat, die sich für die Einrichtung eines Bundesministeriums für Internetbelange stark macht. Das finde ich sehr interessant und hätte mich u.U. auch daran beteiligt, aber irgendwie hat diese Aktion es geschafft, von mir bis heute unbemerkt zu bleiben. - Schade!

http://www.moritz-schlarb.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/Petition-Internet-Ministerium.pdf

Normalerweise bin ich ja der Letzte, der sich noch mehr Regulierung des öffentlichen Lebens wünscht. Manchmal kommt es mir so vor, als sei Manches jetzt schon überreguliert, aber das nur am Rande.
In diesem Fall ist es so, dass wir uns alle auf dem berühmten "Neuland" bewegen, und wie es Neuland nun mal an sich hat, wird hier mit einer Einstellung agiert, die der recht ähnlich ist, die einst im Wilden Westen geherrscht hat.
Zurzeit sind unsere Gerichte zunehmend verzweifelt damit beschäftigt, das jetzt schon geltende Recht auf die neuen Medien umzumünzen. Ein ehrenwertes Unterfangen, das aber jetzt schon in den Ansätzen scheitern muss, weil nationale Grenzen im Internet nur noch marginale Bedeutung haben.

Spontan fiel mir der Vergleich zum Verkehrsministerium ein. Den heutigen Betrieb auf den Straßen durch Gesetze aus der Pferdedroschkenzeit managen zu wollen, wäre ja ziemlich undenkbar. Bedenkt man, dass auf dem Daten-Highway ebenfalls täglich Millionen von Nutzern bewegen, wäre es doch wirklich keine schlechte Idee, für diese Menschen Rechtssicherheit zu schaffen. Ob es nun um die "ganz normale" Abzocke, Ausspähung oder Urheberrechtsverletzungen auf internationaler Basis geht, in all diesen Fällen hätte ein eigenes Ministerium, mit den entsprechenden Kontakten, ganz andere Möglichkeiten als die nationalen Gerichte.

Natürlich sehe auch ich die Gefahr, dass ein paar Übereifrige über das Ziel hinausschießen, und dass hier letztendlich eine Überregulierung droht, wie in anderen Bereichen auch; gerade deswegen sollte man aber die Chanche nicht ungenutzt verstreichen lassen, hier gestaltend einzugreifen. Vermeiden lassen wird sich eine weitere Regulierung auf Dauer sowieso nicht, und jetzt liegt es ein Stück weit auch an uns, dass sie wünschenswerte Aspekte abdeckt, effektiv ist und schließlich auch sinnvoll durchgeführt wird - wenn es dann mal so weit kommt.

In diesem Sinne

Frohes Schaffen